Pädagement ist ein pädagogischer Weblog von Ulrich Forster. Dieser informiert Sie u.a. zu den Themen Qualifizierungsberatung und Weiterbildung unter Berücksichtigung der digigtalen Medien. Zudem hält Pädagement eine virtuelle Lernumgebung für angemeldete Nutzer bereit.
Leitspruch: "Die Kunst des Lehrens hat wenig mit der Übertragung von Wissen zu tun, ihr grundlegendes Ziel muss darin bestehen, die Kunst des Lernens auszubilden." (v. Glasersfeld)
Am 10.3.2010 besuchte das E-learning Team des Rechenzentrums der Universität Hohenheim mit seinen Gästen der Warsaw University of Life Sciences SGGW eteaching.org in Tübingen. Dabei beschäftigten unsere Gäste vor allem Fragen rund um richtige Implementierungsstrategien von E-Learning an Universitäten sowie Fragen zur Organisation von Lehre mit neuen Medien.
Das ILIAS Baden Württemberg-Treffen fand dieses Mal in der Universitätsbibliothek in Tübingen statt. Die Anreise nach Tübingen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist von der Universität Hohenheim zwar etwas mühselig, jedoch hat sich die Anreise gelohnt. Viele bekannte Vertreter baden-württembergischer Hochschulen aus den rechenzentren oder Ubs, die ILIAs als Lernplattform einsetzen, waren anwesend. Ein erfolgreicher kollegialer Austausch war also garantiert. Den Rahmen des Treffens bildeten interessante Vorträge und Zukunftsmodelle rund um die ILIAs-Lernplattform. Helmut Schottmüller durchleuchtete die Integration eines leistungsfähigeren Tex-Konvertors für die ILIAS und erklärte, diesen möglichst schnell (spätestens in Version 4.1) zu implementieren.Im zweiten Vortrag des Tages stellte Volker Reuschenbach „Das neue eLAIX, jetzt noch besser“und wie es zur Produktion qualitativ hochwertiger, druckbarer Kursskripte verwendet werden kann, vor. Zum Mittag ging es in die Wurschtkuchel (ja, für einen Regensburger nicht unbekannt) um sich für den Projektüberblick Campus Connect, dem Nachfolgeprojekt des ECS-Connectors (ILIAS zu ILIAS) von David Böhringer und Peter Rempis Vortrag zu ILIAS und der erfolgreichen Shibboleth Ankopplungin Tübingen zu stärken. David Böhringer ging dabei auf den Aufbau des Projektes ein und stellte erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen (auch mit Hohenheimer Beteiligung) vor und informierte die ILIAS Community über das weitere Vorgehen. Freuen dürfen wir uns auf die LSF Koppelung zu ILIAS, Moodle sowie Stud-IP. Ein Novum des Projektes ist sicher, das PHen und Universitäten gemeinschaftlich an einem Strang ziehen.
Campus Innovation 2009
by Ulrich Forster - Wednesday, 2 December 2009, 06:15 PM
Campus Innovation 2009 Mein Eindruck der Campus Innovation 2009 in Hamburg ist, dass sich im Bereich E-Learning an Hochschulen nicht viel Neues getan hat (woher kommt eigentlich der Titel der Tagung oder sind die Bildungsstreiks doch eine Innovation?). Einen Schulmeister, Baumgartner, Mandl oder eine Reinmann usw. kennt man, wenn man sich mit dem Thema E-Learning auseinandersetzt und ob Connectivissmus nun eine Lerntheorie ist oder nicht, ob George Siemens seinen Open-Learning Kurs nur durchführt bzw. so massiert blogged, um seine Theorie zu vermarkten oder welche Implementationsstrategie, denn nun zielführerender sei –diese Fragen habe ich auch andernorts vernommen und ähnlich beantwortet bekommen. Nach dem Vortrag von Prof. Mandl freute ich mich wenigstens, dass an der Uni Hohenheim anscheinend die richtige Implementationsstrategie gewählt wurde. An meiner Beschäftigungsstätte ist E-Learning weiter am Wachsen und wird - „Gott sei Dank! - auch zur Lehrorganisation verwendet. Gerade darüber können Zweifler für E-Learning sensibilisiert werden. In Hohenheim verlief die Implementation über die Eckpfeiler Empfehlung des Rektors E-Learning einzusetzen, der Wahl einer zentralen Lernplattform, einen breit angelegten Support für verschiedene Zielgruppen und durch viele Anfragen der Studierenden an ihre Professoren ( Faktor „Nerven“). Am zweiten Tag hörte ich die Keynote von Gabi Reinmann. Hier war irgendwie klar, dass trotz einiger Bedenken ein Votum für eAssessment (ePortfolios) eingelegt würde. Eine neue Strategie musste für mich geltend gemacht werden, um mit Innovationserleben nach Hause zu fahren. Ich widmete mich nun dem Track eCampus. Und tatsächlich hier wurde so etwas wie Innovation, wenn gleich auch ausschließlich auf technischer Ebene, erkennbar. Neue Systeme oder Ergänzungen der bestehenden können E-Learning renovieren, wenn denn Alles so umgesetzt wird wie die Projektskizzen der Referenten versprachen. Vernetzung und Verzahnung verschidener Systeme sind hier die Stichworte. Darin sehe ich das Potential E-Learning flächendeckend im universitären Kontext zu etablieren. Vielleicht stehen dann auch die Inhalte wieder mehr im Vordergrund.
Hier gibts weitere Meinungen zu der Tagung http://gabi-reinmann.de/ http://www.weiterbildungsblog.de http://ibuchem.wordpress.com/2009/11/28/e-portfolios-campus-innovation-2009/
Buchzusammenfassung: Linguistics and flight safety: Aspects of oral English communication in aviation.
Rubenbauer, Franz. Linguistics and flight safety: Aspects of oral English communication in aviation.Shaker, Aachen 2009. ISBN 978-3-8322-8233-2 (www.shaker.de)
Zusammenfassung:
Gesagt ist noch nicht gehört; gehört ist noch nicht verstanden; verstanden ist noch nicht einverstanden; einverstanden ist nicht angewandt; und angewandt ist noch nicht beibehalten. Das Zitat des österreichischen Verhaltensforschers und Nobelpreisträgers Konrad Lorenz spiegelt allgemeine Aspekte des Verhaltens vieler Menschen wider, insbesondere wenn es um die Kommunikation mit ihren Mitmenschen geht. Die dabei erforderliche Verständigung mittels gesprochener Sprache ist eine menschliche Fähigkeit, die das Leben vieler Menschen betrifft, und das gerade dann, wenn es um sicherheitsrelevante Kommunikation innerhalb der Luftfahrt geht. Das Buch zeigt, wie die englische Sprache in der Luftfahrt modifiziert, reduziert und festgeschrieben wird, um Missverständnisse soweit wie möglich auszuschließen und damit die Sicherheit der Kommunikation im allgemeinen und der Luftfahrt im speziellen zu fördern. Nach einer kurzen einführenden Erklärung der historischen Hintergründe der Institutionalisierung des Englischen als der Sprache im weltweiten Luftverkehr, wird die Herausbildung dieser Fachsprache auf Basis der Allgemeinsprache erklärt. Nach der Beschreibung des allgemeinen Kommunikationsrahmens und des darin möglichen Informationsflusses liefert ein hypothetischer Abflug von einem internationalen Verkehrsflughafen ein Beispiel für die sehr speziellen Kommunikationsbedingungen. Das so gelieferte Gesprächsbeispiel zwischen Cockpit und den Leitstellen bringt nicht nur Erklärungen zum dahinter stehenden Luftfahrtkontext, sondern ist auch die Grundlage für die spätere sprachwissenschaftliche Diskussion nach Zweck und Praxis von festen Phraseologismen und Abweichungen hiervon. Nach der Vorstellung eines Kommunikationsmodells und den kommunikationstheoretischen Erfordernissen an einen sprachlichen Code, werden die unlängst weltweit eingeführten Sprachanforderungen für Luftfahrer und Fluglotsen kurz umrissen, wobei die besondere Verantwortung eines jeden Beteiligten hinsichtlich der individuellen Sprachkenntnisse hervorgehoben werden. Im Anschluss daran beginnt die eigentliche Diskussion um die Standardisierung der Allgemeinsprache. Es wird aufgezeigt, wo und wie die wichtigsten Strukturebenen der Allgemeinsprache modifiziert werden. Die einzelnen Kapitel befassen sich hierbei mit Lautung (etwa hinsichtlich der bewussten Reduktion des Lautinventars oder der Vermeidung von Homophonen), mit der Lexis, der Behandlung des lexikalischen Kerns einschließlich beispielhafter Ausflüge in die Etymologie und Kriterien für Wortwahl unter dem Aspekt möglichst sicherer Verständlichkeit. Die Diskussion von (morpho)syntaktischen Vereinfachungen und der semantischen Entwicklung einer für den Luftfahrtkontext vereinheitlichten Terminologie mit spezifischen Bedeutungen zeigt das Ziel dieser fachsprachlichen Anwendung des Englischen: die eindeutige sprachliche Informationsübertragung in einem Arbeitsbereich, in der rascher Informationsaustausch unverzichtbar ist. In einem abschließenden Teilkapitel wird jeweils zu jedem sprachlichen Aspekt der Zusammenhang von Sprachgebrauch einerseits und Sicherheit in der Luftfahrt andererseits anhand vieler Beispielen dokumentiert. Es soll so aufgezeigt werden, wo die Ablehnung der Anwendung einer bestimmten Sprache, gering ausgeprägte sprachliche Fertigkeiten, Abweichungen von der standardisierten Phraseologie und allgemein sprachliche Zweideutigkeiten Teil einer Ereigniskette waren/sind, die zu (Beinahe)Unglücken in der Luftfahrt geführt haben/führen. Da bei solchen Situationen gleichermaßen Muttersprachler und Nichtmuttersprachler beteiligt sind, geht es letztendlich darum, unter den mit dem oftmals komplexen System der Luftfahrt vertrauten, meist technisch ausgebildeten Beteiligten ebenfalls Bewusstsein in sprachlicher Hinsicht zu schaffen. Der zum Abschluss gelieferte Vorschlag zur Neuformulierung von Konrad Lorenz’ Eingangszitat im Luftfahrtkontext soll den indirekten Zusammenhang zwischen Luftfahrt und Linguistik nochmals unterstreichen.
Interview zum Thema Aufbau einer Supportstruktur an der Universität Hohenheim auf E-Teaching.org
Das Fachportal E-Teaching.org behandelt in einem neuen Themenspecial Organisationsmodelle zum Thema E-Learning an Hochschulen. Aus der Praxis berichtet Ulrich Forster über den Ausbau der Supportaktivitäten an der Universität-Hohenheim. Hier gehts zum Special http://www.e-teaching.org/specials/organisation